Biografische Daten Leo Weismantels

1888 Geboren in Rhöndorf-Obersinn/ Unterfranken 1936 definitive Schließung des Marktbreiter Institutes.      Übersiedlung nach Würzburg.
1908 - 1915 Studium an der Universität Würzburg -            Promotion zum Dr. phil. Schriftstellerische Arbeiten : religiöse Schriften, Künstlerbiografien
1915 Hochzeit mit Luise Wetzell 1939 Inhaftierung
1915 - 1919 Lehrer an einer privaten Handels- und Realschule         in Würzburg 1942 Verbot jeder Veröffentlichung
1917 Veröffentlichung des 1. Romans: "Mari Madlen" 1944 Inhaftierung- nach der Entlassung 2. Wohnsitz in Obersinn/ Ufr.
1920 Übersiedlung nach Marktbreit/ Main, Freischaffender Schriftsteller:         1945 Verlust der Wohnung in Würzburg durch Bombardierung der Stadt am 16. März
Dramen, Rhöndichtungen, pädagogisch tätig in der     Erwachsenenbildung 1945 - 1947 Schulrat im Kreis Gemünden/ Main
1921 Bühnenspiel "Totentanz"- Uraufführungen parallel in Nürnberg und in Bonn,       1947 - 1951 Leiter des Pädagogischen Instituts in Fulda- Professor für Kunsterziehung und Deutsch
Übersetzung ins Japanische und Aufführung in Tokio 1949 - 1954 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.
1922 Fastenrath - Preis der Stadt Köln 1950 Mitglied des PEN- Zentrums der Bundesrepublik Deutschland
1923 Kleist - Preis 1953 Mitinitiator des Wartburgkreises christlicher Schriftsteller - Teilnahme an der "deutschen Begegnung"
1924 - 1928 Abgeordneter der christlich sozialen Volkspartei (sog. Heller - Partei) im Bayerischen Landtag ohne  Parteimitgliedschaft. in Ostberlin. Politisch engagiert in der Gegnerschaft zur Wiederaufrüstung, zur atomaren Bewaffnung und in
 Besonderes Engagement in der Bildungs- und Kulturpolitik der Verständigungsbereitschaft gegenüber dem Osten
1928 Gründung eines Lehr- und Forschungsinstituts in Marktbreit zur Förderung der Erneuerung des Schulwesens. Forschungsaufträge 1956 Übersiedlung nach Jugenheim/ Bergstraße- politische Schriften zur Tagespolitik.
durch den Völkerbund und das Reichsinnenministerium 1958 Verleihung der Willibald- Pirkheimer- Medaille in Nürnberg - schwerer Autounfall
1931- 1933 Soziologische Untersuchungen im ehemaligen Oberschlesien im Auftrag von Dr. Joseph Wirth, - Vorarbeiten für 1961 - 1963 "Deutschland- Land ohne Hoffnung" - aus seinen Lebenserinnerungen
eine Geschichte der Nachkriegszeit. Verfasser einer unter dem Pseudonym "Gregor Franke" in den Märzwahlen gegen die 1963 Ehrendoktorwürde der Humboldt- Universität Ostberlin, Verleihung der Carl- von- Ossietzky-Medaille
nationalsozialistische Propaganda eingesetzten Flugschrift. und der Max- Dauthendey- Plakette.
 1933 Beginn der politischen Verfemung als "Jude" und "Systemblüte" in der Nazipresse. Einschränkung der           1964 am 16. September verstorben nach einem Herzinfarkt in Rodalben/ Pfalz
Publikationsmöglichkeiten. Behinderung der wissenschaftlich-           Letzte Ruhestätte in Jugenheim/ Bergstraße
pädagogischen Arbeiten.                                 Zurück zur Hauptseite